Ein Border Collie ist ein Arbeitshund und muss daher ausreichend Bewegung haben und auch geistig gefordert werden. Auch wenn der Hund von Elterntieren abstammt, die nicht an Vieh arbeiten, hat der Border Collie immer noch seinen Hütetrieb. Dieser ist jedoch von Hund zu Hund unterschiedlich deutlich ausgeprägt. Auch Sirius und Cho haben unterschiedlich viel Hütetrieb.

Während Sirius im Alltag keinerlei Hüteverhalten zeigt, hat Cho eine ganze Portion mehr Hütetrieb. Diese wird zum Teil bereits im normalen Alltag erkennbar. Vor allem im Spiel mit anderen Hunden kann man bei ihr zwischenzeitlich Sequenzen des Hüteverhaltens sehen.

Aber an dieser Stelle möchte ich gerne aufzeigen, wie man einen Border Collie "vernünftig" auslasten kann. Vernünftig steht an dieser Stelle absichtlich in Anführungszeichen, da jeder seine eigene Ansicht hat wie ein Border Collie ausgelastet werden sollte. Und auch ich erachte nicht alle aufgeführten Methoden als sinnvoll.
Ich beschäftige meine Hunde mit einer Mischung aus Hütearbeit sowie Clickern und gelegentlichem Frisbee spielen, Suchspielen und Unterordnungsübungen auf unseren Spaziergängen.


 
An erster Stelle ist natürlich das Hüten und (Nach-) Treiben von Vieh zu erwähnen. Border Collies sind Jahrzehnte lang für die Arbeit an Schafen gezüchtet worden und aufgrund ihrer Arbeitsqualität selektiert worden. Hier liegt ihre eigentliche Aufgabe, das Zusammentreiben, Nachtreiben und Selektieren von Schafen. Aber auch an Rindern oder Geflügel können Border Collies arbeiten.
Border Collies werden meist zur täglichen Arbeit am Vieh eingesetzt. Jedoch gibt es auch die Möglichkeit das Können des eigenen Hundes auf Wettkämpfen (sog. Trials) zu prüfen.


Je nach Können und Ausblildungsstand des Hundes wird das Trial in drei verschiedene Klassen gegliedert:

Klasse 1: Anfänger
Klasse 2: Fortgeschrittene
Klasse 3: Offene Klasse


Folgende Aufgaben sind von Hund und Handler zu bewältigen:

Der Outrun 

 das  Hinauslaufen zum Einholen der Schafe
Der Lift  das Aufnehmen und ln-Bewegung-Setzen der Schafe
Der Fetch  das Holen der Schafe
Der Drive  das Treiben
Der Shed   das Trennen der Schafe in 2 Gruppen
Der Pen  das Einpferchen
Das Single  das Abtrennen eines einzelnen Schafes



 


Aufgrund ihres angeborenen Will to please (dem Gefallen wollen) brillieren Border Collies auch in sämtlichen Hundesportarten. Wie sinnvoll die einzelnen Sportarten sind, muss jeder selber wissen und hier gehen die Meinungen oftmals auseinander. Soweit es mir möglich ist, werde ich hier die einzelnen Sportarten kurz zusammenfassen. Da ich bislang noch nicht jede Sportart betrieben haben, bin ich natürlich für Tipps oder Verbesserungen jeder Zeit offen und dankbar.



 
Das deutsche Wort für Obedience ist Gehorsam. Bei dieser Sportart wird viel Wert auf Genauigkeit und die saubere Ausführung von "Befehlen" des Hundes gelegt. Wichtige Elemente des Obedience sind unter anderem das "Fußlaufen", bei dem der Hund förmlich am Bein des Hundeführers "klebt", egal ob in der Vorwärtsbewegung, Winkeln, Wendungen oder auch Rück- und Seitwärts, dies alles auch in unterschiedlichem Tempo. Dem Verhalten in der Gruppe (vor allem in den unteren Klassen), die Platzablage, dem Apport von Hanteln (Holz in den unteren Klassen und später Metall in höheren Klassen) mit oder auch ohne Hürde, Richtungsapport bei dem der Hund eine von mehreren ausgelegten Hanteln aufgrund des Richtungskommandos bringen muss. Das Schicken des Hundes zu unterschiedlichen Positionen (Box oder auch Pylonen). Auch die Distanzkontrolle und die Geruchsunterscheidung von ausgelegten Hölzern gehören dazu.
Während der Prüfung wird der Hundeführer von seinem Steward begleitet. Er gibt dem Hundeführer die Kommandos, die vom Hundeführer umgesetzt werden müssen. Als Beispiel eine bevorstehende Wendung nach links, rechts, schnelles Tempo oder doch langsam.
Der Richter vergibt für jedes Element (Apport, schicken in die Box...) Punkte.
Um an Wettkämpfen teilnehmen zu können, benötigt man die Begleithundeprüfung und eine Leistungskarte des VDH. Um auf Meisterschaften teilnehmen zu dürfen benötigt der Hund außerdem vom FCI anerkannte Papiere.
Beim Obedience wird der Hund vor allem geistig gefordert da er während der gesamten Prüfung sehr aufmerksam sein muss.

 

 
Beim Agility handelt es sich bildlich ausgedrückt um einen Hindernislauf für Hunde. Es gibt verschiedene Geräte über oder durch die der Hund im möglichst schnellem Tempo, am besten fehlerfrei, von seinem Hundeführer geführt werden muss. Es gibt zwei verschiedene Arten von Geräten. Geräte ohne Kontaktzone sind: Hürden, Weitsprung, Slalom, Tunnel, Sacktunnel und Reifen.
Geräte mit Kontaktzone sind: Wippe, Steg und A-Wand.
Zudem gibt es noch den Tisch, auf den der Hund springen muss und dort warten sollte bis der Hundeführer ein weiteres Kommando gibt. Der Tisch ist somit ein Gerät auf dem Ruhe herrscht.
Kontaktzone bedeutet, dass am Anfang und am Ende des Geräts ein farblich gekennzeichneter Bereich ist, den der Hund mit mindestens einer Pfote berühren muss.
Der Hundeführer "dirigiert" seinen Hund nur anhand von Kommandos und Körpersprache. Jegliche Art von Hilfsmitteln sind verboten. Damit zwischen unterschiedlich großen Hunden keinerlei Nachteile entstehen, werden die Hunde aufgrund ihrer Widerrissthöhe in unterschiedliche Größenklassen eingeteilt (Smal, Medium und Large). Beim Agility gibt es drei verschiedene Leistungsklassen von A1 bis A3. Aufsteigen in die nächst höhere Leistungsklasse kann/muss man wenn man 3 Mal unter den ersten Drei platzierten war.
Der Lauf wird von einem anerkannten Richter kontrolliert, der Abwürfe und Verweigerungen notiert und gegebenenfalls auch disqualifiziert. Auch für das Agilliy braucht man eine Begleithundeprüfung und eine Leistungskarte. Genau wie beim Obedience, dürfen nur Hunde mit FCI anerkannten Papieren auf hohen Meisterschaften starten.
Beim Agility wird sowohl der Bewegungsdrang der Border Collies als auch das Köpfchen gefordert. Da der Hund sehr auf Körpersprache und Kommandos des Menschen achten muss.

 

 
Das Prinzip scheint einfach - der Mensch wirft und der Hund fängt die Scheibe. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Je nach Reglement wollen die Richter, in der Regel vier (einer der den Hund richtet, einer der das Team richtet, einer der den Menschen richtet - meist auch der Headjudge und einer der die Catchratio - Verhältnis von gefangenen Scheiben zu geworfenen Scheiben - richtet) unterschiedliche Elemente in der Kür sehen. Einige legen besonderen Wert auf den Showmanship andere wollen gewisse Elemente wie ein Around the World oder verschiedene Vaults = Körperabspünge sehen. Um den Hund nicht zu gefährden sollte der Mensch viel Wert auf Wurftraining legen.
Während eines Turniers spielt jedes Mensch-Hund-Team zwei Mal seine Kür, die er je nach Können anspruchsvoll oder besonders ästhetisch gestaltet und einmal die Minidistance.Bei der Minidistance geht es um das Weitwerfen auf einem Feld bis zu 50 Metern. Je weiter desto mehr Punkte gibt es. Je nach Reglement hat man zwischen einer und eineinhalb Minuten Zeit möglichst viele Punkte zu erspielen. Hierbei zählen nur Scheiben die vom Hund gefangen werden, bevor sie den Boden berührt. Der Hund muss die Scheibe zum Menschen apportieren, denn es wird nur mit einer Scheibe gespielt.
Während der Kür zeigt der Spieler bestenfalls möglich viele verschiedene Würfe, die je nach Ausführung, unterschiedliche Schweregrate haben.
Zudem können Körperabsprünge = Vaults, Körperübersprünge = Over und verschiedenen Teammovements = gleichzeitiges Drehen von Mensch und Hund, Slalom durch die Beine vom Menschen etc. gezeigt werden. Eine Kür dauert je nach Reglement zwischen eineinhalb und zwei Minuten. Der Spieler darf, ebenfalls reglementabhängig, entweder fünf, sieben oder zehn Scheiben verwenden. Auch im Discdogging gibt es unterschiedliche Startklassen nach UFO und Skyhoundz gibt es die Starter/Novice und die Open. Nach USDDN gibt es die Starter, Advance und Profis. Zudem gibt es nach Skyhoundz und USDDN noch eine eigene Klasse für kleine Hunde bis etwa 40 cm.
Eine geregelte Aufstiegsregelung gibt es nicht. Das Team kann aufsteigen wenn es meint es ist soweit oder auch nachdem es ihnen von anderen Spielern oder Richtern angeraten wurde :-)
Discdogging ist für jeden gesunden und beutemotivierten Hund geeignet. Bevor man mit dem Training beginnt sollte man den Hund einem Tierarzt vorstellen, der einmal gründlich den Bewegungsapparat durchcheckt. Auch auf eine Untersuchung auf HD und ED sollte nicht verzichtet werden. Langsamer Muskelaufbau und ausreichendes Aufwärmen sollten selbstverständlich sein.
Im Gegensatz zu Agility und Obedience ist zum Start auf Turnieren keine Begleithundeprüfung und auch keine Leistungskarte erforderlich. Auch Europa- oder Weltmeisterschaften können von jedem qualifizierten Team bestritten werden. Auch von Mischlingshunden und Hunden ohne Papieren.
Auch beim Discdogging wird sowohl der Bewegungsdrang der Border Collies als auch das Köpfchen gefordert. Denn das richtige "lesen" der Scheiben, sprich die Flugbahn einzuschätzen, und die verschiedenen Kommandos, die während der Kür vom Hund gefordert werden, bedeuten ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration.



 
Dogdance ist wie das Wort es schon beschreibt, der "Tanz" mit dem Hund. Ursprünglich kommt es jedoch vom Obedience, in dem das reine Fußlaufen durch Musik aufgepeppt wurde (daher auch der Name Heelwork to Music = Fußarbeit zur Musik). Passend zur Kür wird Musik gespielt. Während der Kür werden einzelne Tricks und Kunststückchen vom Hund gezeigt. Hierbei gibt es keine Pflichtelemente außer, dass das aufmerksame Fußlaufen zwischenzeitlich nicht fehlen sollte. Je nach Veranlagung des Hundes kann das gezeigt werden, was er besonders mag oder eben besonders gut kann. Der Kreativität von Mensch und Hund ist hierbei keinerlei Grenze gesetzt, außer dass es den Hund nicht gefährden oder schaden sollte.
Die Kür kann langsam, schnell oder auch lustig sein. Je nach dem kann der Mensch auch passende Kleidung tragen. Nach und nach werden einzelne Elemente mit Tricks und Abfolgen aneinander gesetzt bis sie eine ganze Kür ergeben.
Bislang sind auch beim Dogdance keinerlei Prüfungen oder Leistungskarten erforderlich. In einigen Ländern werden jedoch bereits feste Richtlinien und Pflichtelemente vorausgesetzt.
Beim Dogdance wird der Hund vor allem geistig gefordert da er während der gesamten Kür sehr aufmerksam sein muss.



 

THS wurde früher auch Breitensport genannt. Die wohl häufigste Variante des THS ist der Vierkampf und der Geländelauf.
Der Vierkampf besteht wie der Name schon sagt, aus vier Disziplinen, die Mensch und Hund zusammen bestreiten.
Als erstes Pflichtelement haben wir den Gehorsam bei dem einige Übungen der Begleithundprüfung gezeigt werden müssen, wie z.B. Leinenführigkeit bzw. Freifolge, Sitz und Platz aus der Bewegung und in der höheren Leistungsklasse auch das Steh aus der Bewegung.
Die nächste Disziplin ist der Hürdenlauf, bei dem der Hund über insgesamt 6 Hindernisse (in der unteren Klasse) bzw. Mensch und Hund über sechs Hindernisse (in der höheren Klasse) zusammen springen müssen. Auf dem Hinweg werden drei Hürden übersprungen, nach 40 Metern kommt ein Wendepunkt und dann muss die gleiche Stecke noch einmal zurückgelaufen werden.
Die dritte Disziplin, ist der gemeinsame Slalom von Mensch und Hund, bei dem insgesamt 7 Stangentore auf 75 Metern im Zick-Zackkurs durchlaufen werden müssen.
Als letzte Disziplin folgt der Hindernislauf, der aus folgenden acht verschiedenen Hindernissen besteht: zwei Durchgänge Einzelne Hindernisse: Hürde, Treppe oder Schrägwand, Tunnel, Laufdiele, Tonne, Reifen, Hoch-Weitsprung und Hürde.
Zudem gibt es den Geländelauf, der sich über 2000 bzw. 5000 Metern erstreckt. Der Hund wird hierbei an einem Geschirr geführt. Der Mensch muss einen Bauchgurt tragen. Mensch und Hund sind durch eine Leine verbunden, die einen Panikhaken hat. Der Hund darf den Menschen gerne während des Laufes ziehen und somit die Schrittlänge des Menschen vergrößern.
Beim THS wird der Hund körperlich und geistig gleichermaßen gefordert.


 
Als Trickdogging bezeichnet man das Erlernen von verschiedenen Kunststücken oder hier eben Tricks genannt. Der Kreativität von Hund und Halter ist hierbei keinerlei Grenze gesetzt. Natürlich sollte der Hund nicht gefährdet werden, damit er sich nicht verletzt.
Trainiert wird hier über Belohnung. Macht der Hund etwas richtig, bekommt er ein Leckerchen oder ein kurzes Spiel, je nach dem was der Hund lieber mag. Es kann ohne oder auch mit dem Clicker gearbeitet werden. Dieser eignet sich besonders, wenn der Hund etwas Neues "anbieten" soll oder wenn man einen Trick aus etwas Bestehendem heraus "formen" möchte, wie z.B. aus dem Betteln das Winken.
Jeder Hund kann Tricks lernen. Am besten beginnt man mit leichtern Tricks wie dem "Pfötchen geben" oder "Verbeugen" und steigert sich immer weiter, bis hin zu Tricks wie eigenständigem Zudecken des Hundes, Seilchenspringen oder Einkaufswagen schieben. Gegenstände oder das Arbeiten mit Fremdpersonen (diese anspringen oder den Kopf in den Schoß legen) dürfen gerne verwendet werden.
Trickdogging fördert den Hund hauptsächlich geistig, da er gerade wenn mit dem Clicker gearbeitet wird, viele Dinge anbietet um an seine Belohnung zu kommen. Es ist besonders gut für Hunde geeignet, die noch im Wachstum sind.
Hier sollte jedoch Wert darauf gelegt werden, dass die ausgeführten Tricks nicht so stark die Knochen und Gelenke beanspruchen. Auf Tricks wie Seilchenspringen sollte also verzichtet werden.Aber auch Hunde die verletzungsbedingt nicht viel laufen dürfen können über das Erlernen von Tricks ausgelastet werden.

 

 
VPG (Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde) ist der neue Begriff für den früheren Schutzhundesport. Sie ist in drei Abteilungen aufgeteilt:
Abteilung A = Fährte,
Abteilung B = Unterordnung und
Abteilung C = der Schutzdienst.
Wie beim Obedience oder auch Agility gibt es verschiedene Leistungsklassen von VPG-1 bis VPG-3. Abteilung A (Fährtenarbeit) ist der einzige Part, der nicht auf einem Hundeplatz trainiert werden kann, sondern nur im "Gelände". Hierbei lernt der Hund eine von seinem Hundeführer oder einer Fremdperson gelegte Fährte zu verfolgen und erhält im Anschluss daran eine Belohnung (z.B. ein Leckerchen). Das Fährtentraining kann bereits im Welpenalter begonnen werden. Nach und nach wird der Zeitabstand zwischen legen der Fährte und deren Verfolgung immer größer. In der höchsten Leistungsklasse liegt zwischen dem Auslegen und der Verfolgung eine Stunde. Zudem erlernt der Hund ausgelegte Gegenstände anzuzeigen.
Je höher die Leistungsklasse ist, desto höher ist auch die Liegezeit der Fährte, zudem wird auch noch einmal unterschieden zwischen dem Auslegen durch den Hundeführer bzw. durch eine Fremdperson und der Anzahl der ausgelegten Gegenstände.
Abteilung B (Unterordnung) ist die Grundlage jeder Hundeausbildung. Die Unterordnung in der Leistungsklasse 1 umfasst die Freifolge, Schussgleichgültigkeit, Sitzübung, Platz mit Abrufen, Bringen auf ebener Erde, über die 1-Meter-Hürde und über die Schrägwand, das Voraussenden des Hundes und Ablegen unter Ablenkung. In der zweiten Leistungsklasse kommt außerdem das Stehen aus dem Normalschritt hinzu und in der höchsten Leistungsklasse zusätzlich das Platz und Steh aus dem Laufschritt mit Abrufen dazu.
Abteilung C (Schutzdienst) der Begriff Schutzdienst mag irreführend sein, da er aus der ursprünglichen Diensthundeausbildung kommt, die die Grundlage für den VPG-Sport bildet. Die Sporthunde werden nicht „scharf“ gemacht um Menschen zu beißen sondern hauptsächlich wird ihr Beutetrieb angesprochen. Hierbei wird der Jutearm des Schutzdiensthelfers als die Beute betrachten. Sollte der Helfer diesen Jutearm nicht tragen wird der Helfer vom Hund auch als völlig neutrale Person betrachtet. Prüfungselemente im Schutzdienst sind unter anderem das Streifelaufen nach einem Scheintäter, wobei der Hund um Verstecke geschickt wird, um den Helfer zu finden. Anschließend folgt das Stellen und Verbellen, bei dem der Hund den gefundenen Helfer verbellt bis sein Hundeführer hinzukommt. Ein weiterer Prüfungspunkt ist die Vereitlung einer Flucht bei der der Hund den Helfer bewachen muss und diesen selbstständig an einer Flucht hindern muss. Letztes Prüfungselement ist die sogenannte Mutprobe, bei der der Hund seinen Hundführer vor einem Angriff durch den Helfer durch den Biss in den Jutearm schützen muss.
Genau wie beim Obedience und Agility ist eine bestandene Begleithundeprüfung Voraussetzung um überhaupt eine VPG-Prüfung laufen zu dürfen.



 
Flyball kann man sich bildlich als eine Mischung von Hürden- und Staffellauf vorstellen. Flyball ist eine Mannschaftssportart die aus vier bis sechs Hunden, deren Hundeführern, einem Boxloader (Person, die die Flyballbox mit Bällen füllt), einem Mannschaftskapitän, einem Trainer und einem Balljungen bzw. -mädchen besteht.
Beim Flyball wird der Hund über vier Hürden zur Flyballbox geschickt, wo der Hund den Ball aufnimmt und zurück über die Hürden läuft. Der zweite Hund darf die erste Hürde überqueren sobald der vorige Hund diese übersprungen hat. Ein Lauf dauert so lange bis alle Hunde die Hürden fehlerfrei durchlaufen haben. Früher musste die Flyballbox durch das Drücken einer Taste mittels der Forderläufe betätigt werden. Daraufhin wurde der Ball bis zu drei Metern in die Luft geschleudert. Hierher stammt auch der Name dieser Sportart.
Mittlerweile wird eine andere Art der Box verwendet. In der Box befinden sich zwei Löcher, in die der Boxloader den Ball legt. Je nachdem ob der Hund sich bei der Wendung eher nach rechts oder links wegdreht, wird die Box beladen. Also entweder auf der linken oder rechten Seite der Box. Die Hürdenhöhe ist immer am kleinsten startenden Hund ausgerichtet damit dieser keinerlei Nachteile dadurch hat. Aus diesem Grund können auch alle Rassen und deren Mischlinge Flyball betreiben.
Auf Wettkämpfen laufen zwei Teams gegeneinander. Das Team, bei dem alle Hunde schneller und fehlerfrei die Hürden übersprungen haben, gewinnt.

 

 

Longieren ist eine Sportart die den meisten Menschen wohl aus dem Pferdesport bekannt ist. Das Pferd wird an einer langen Leine, der Longe um einen Zirkel geführt in unterschiedlichen Gangarten oder auch Richtungen. Ähnlich funktioniert das Longieren mit dem Hund. An einem abgesteckten Zirkel wird zuerst mit einer Schleppleine gearbeitet, Ziel ist es den Hund aber freilaufend dirigieren zu können.
Hierbei wird vor allem Körpersprache und Kommunikation zwischen Mensch und Hund trainiert, denn Ziel ist es den Hund lediglich mit der eigenen Körpersprache in seinen verschiedenen Gangarten und Positionen zu beeinflussen. Außerdem lockern Richtungswechsel und Kehrtwenden, unterschiedliche Gegenstände wie z.B. Hürden oder Tunnel das Training auf. Auch ist es möglich mit zwei oder drei Hunden gleichzeitig zu longieren. Beim Longieren sollte der Hund niemals in den Zirkel treten. Sollte dies doch einmal geschehen wird der wieder rausgeschickt. Longieren ist eine noch recht unbekannte Sportart die in immer mehr Hundeschulen und Vereinen angeboten wird um Körpersprache und Kommunikation zwischen Mensch und Hund zu trainieren. Beim Longieren wird der Hund geistig wie auch körperlich ausgelastet.

 

 

Dog-Diving ist eine Hundesportart, die aus den USA stammt und im Wesentlichen daraus besteht, dass der Hund von einem Steg möglichst weit ins Wasser springt. Primär wird Dog-Diving im Sommer bei Veranstaltungen ausgetragen und ist eine sportliche Herausforderung und gleichzeitig eine willkommene Abkühlung. Viele Hunde haben jedoch ihre Probleme beim Springen in das Klare Wasser auch wenn sie sonst am heimischen See sehr gerne in das Wasser springen.
Dog-Diving ist mehr eine Fun-Sportart bei dem der Hund körperlich ausgelastet wird.

 

 

Für Treibball benötigt man acht handelsüblichen Gymnastikbälle und ein großes Tor (Handballtor). Die Gymnastikbälle liegen in einer Entfernung von mind. 15- 20 Metern im Dreieck angeordnet vor dem Tor.
Der Hund soll nun alle acht Bälle nacheinander mit Schnauzen- und/oder Körpereinsatz ins Tor treiben. Der Hundeführer darf ihm dabei Hilfestellungen geben über akustische Signale oder Handbewegungen. Der Hundeführer darf sich jedoch nur seitlich von einem der Torpfosten aufhalten und sich nur in einem Radius bewegen in dem es ihm immer noch möglich ist den Torpfosten mit der Hand zu berühren. Ziel ist es alle Bälle ins Tor zu treiben.
Beim Treibball soll der Hund körperlich und geistig ausgelastet werden. 



 

Da ich nicht genau weiß wie schwierig, kompliziert und zeitaufwendig die Ausbildung unten genannter Hunde ist, möchte ich auch hier nicht weiter ins Detail gehen. Erwähnen möchte ich sie jedoch schon, da sie wirklich harte und anstrengende Arbeit verrichten die den Hunden einiges abverlangt. Ich habe sie einmal (für mich logisch) unterteilt.


 
Die Hunde werden hier eingesetzt, um verschwundene oder verschüttete Menschen wieder zu finden. Sie
nehmen die Fährte dieser Person auf, um sie aus ihrer Gefahrensituation zu befreien. Unter Lawinenhunden und
Rettungshunden kann sich glaube ich jeder etwas vorstellen. Lawinenhunde retten Menschen die im Schnee
verschüttet wurden, Rettungshunde retten Menschen, die zum Beispiel in Trümmern eines Hauses verschüttet
wurden. Hunde in der Rettungshundestaffel werden in der Flächen- und Trümmersuche ausgebildet. Als
Mantrailer bezeichnet man Hunde, die Menschen aufgrund ihrer Fährte wiederfinden. Die Polizei verwendet
Hunde die im Mantrailing ausgebildet wurden, um eine Person die "spurlos" verschwunden ist, zu finden.



 

Behindertenbegleithunde werden ausgebildet, um behinderten Menschen das Leben einfacher zu gestallten. Einen Blindenhund kennt jeder. Therapiehunde werden verwendet um, wie es das Wort schon sagt, Menschen zu therapieren, als Beispiel auhtistische Menschen die, ähnlich wie beim Schwimmen mit Delfinen, durch das Berühren und Streicheln des Fells stimuliert werden. Dadurch können nachhaltige Erfolge in der Therapie erzielt werden. Diese Hunde werden oftmals auch eingesetzt, um alten Menschen im Altersheim ein wenig Lebensfreude zurück zu geben. Diese Hunde müssen sich oftmals lange still verhalten und sich nur sehr vorsichtig bewegen. Diese Art der Arbeit verlangt den Hunden einiges ab, wodurch die Hunde zwischenzeitlich immer Pausen brauchen, um sich selber von ihrer Arbeit erholen zu können.

   
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